Die Stadt und die Nerven: Geist und Kultur

Vorstudien zur Neurasthenie II
In den Nachforschungen zur Neurasthenie wurden verschiedene Gebiete berücksichtigt. Hier: Soziales und Kultur
Orte der Zerstreuung: Tanzlokal, Ernst Ludwig Kirchner
Tonhalle Zürich, 1897 (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv; Fotograf: Unbekannt)

Vorstudien zur Neurasthenie II

Die Stadt und die Nerven

Zur geistigen Lage

Neues Aufgabenfeld für Soziologen. Diese hier nur holzschnittartig zusammengefassten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen haben Künstler, Philosophen und Soziologen, die Disziplin der Letzteren ist just in den Jahren des ausgehenden 19. Jahrhunderts entstanden, auf den Plan gerufen. Der naturalistische Schriftsteller Hermann Conradi umriss die Umgebung, mit der er sich konfrontiert sah, wie folgt:

»Und nun nehme man unsere Zeit! Und nun stelle sich ein künstlerisch veranlagter Mensch in die Wirbel und Strudel der modernen Zeit, die offenkundig Indizien nach einer Zeit der Zersetzung, der Vorbereitung, des Übergangs ist. Das den Markt allenthalben beherrschende soziale Moment wird sofort mit seinen Problemen und Konflikten an ihn herantreten. Nun heißt es, dasselbe mit allen Schikanen zu studieren. Und dann nach künstlerischen Gesetzen, ohne Voreingenommenheit, ohne Willkür, mit künstlerischer Einheitlichkeit, zum Ausdruck bringen! Diese Einheit, Einheitlichkeit ist das wichtigste künstlerische Gesetz. Sie ist so stark zu betonen, weil sie natürlich, naturgemäß, naturbedingt ist. Alles Natürliche hat aber die relativ größte Lebensfähigkeit, besitzt immanente Dauerkräfte.« Ref.

Conradi liefert einige Stichwörter, die hier im weiteren Verlauf bedeutend sind: Wirbel und Strudel, das soziale Moment des Marktes, das Natürliche.

Zahlreiche Soziologen haben versucht zu analysieren, wie sich diese von Conradi angetönten Umwälzungen auf das geistige Wohlbefinden der Menschen auswirkten. In Berlin lehrte vor und nach der Jahrhundertwende Georg Simmel. Er war einer der bekanntesten Soziologen des fin de siècle – seiner eigenen Zeit. Simmel beschrieb mit noch heute frappierender Aktualität, wie sich die Mechanismen des Alltags gewandelt hatten. Sein Vortrag Die Großstädte und das Geistesleben ist einer der Grundlagentexte der Soziologie der Stadt. Darin stellte er fest:

»Die moderne Großstadt aber nährt sich fast vollständig von der Produktion für den Markt, das heißt für völlig unbekannte, nie im Gesichtskreis des eigentlichen Produzenten tretende Abnehmer. Dadurch bekommt das Interesse beider Parteien eine unbarmherzige Sachlichkeit, ihr verstandesmäßig rechnender wirtschaftlicher Egoismus hat keine Ablenkung durch die Imponderabilien persönlicher Beziehungen zu fürchten. Und dies steht offenbar mit der Geldwirtschaft, die in den Großstädten dominiert (…) in so enger Wechselbeziehung, dass niemand zu sagen wüsste, ob zuerst jene seelische, intellektualistische Verfassung auf die Geldwirtschaft hindrängte, oder ob diese der bestimmende Faktor für jene war. Ref.

Mit der industrialisierten Produktionsweise war eine räumliche Trennung zwischen Produzenten und Konsumenten verbunden, die Arbeitsteilung schritt zügig voran und die Bedeutung der – unpersönlichen, anonymen – Geldwirtschaft nahm zu, jene der Naturalbelohnung und des Warentausches ab.

In den Metropolen entstand eine bürgerliche Schicht, die sich ihr Auskommen im kräftig sich ausdehnenden Tertiärsektor verdiente und die sich etwas leisten konnte: Zerstreuung jeglicher Art, Luxus, Mode, Reisen. Die Stadt wurde aber nicht nur zum Ort, wo man die Güter industriell herstellte, sondern auch zu einem Warenhaus, in dem die verschiedensten Erzeugnisse angeboten wurden. »Die Städte wuchsen explosionsartig an, und die Gesellschaft wurde durch die rapide Industrialisierung aller Lebensbereiche transformiert, massenproduzierte Güter und Elektrizität begannen das tägliche Leben zu bestimmen und alle Städter zu Konsumenten zu machen.« Ref. Walter Benjamin hat das sehr eindringlich am Beispiel der Passagen im Paris des 19. Jahrhunderts beschrieben. Sie seien das Zentrum des Handels mit Luxuswaren, die künstlerische Ausstattung trete in den Dienst des Kaufmanns, des Geschäfts. Dann zitiert er aus einem illustrierten Reiseführer: »Diese Passagen, eine neue Erfindung des industriellen Luxus, sind glasgedeckte, marmorgetäfelte Gänge durch ganze Häusermassen, deren Besitzer sich zu solchen Spekulation vereinigt haben. In beiden Seiten dieser Gänge, die ihr Licht von oben erhalten, laufen die elegantesten Warenläden hin, so dass eine solche Passage eine Stadt, ja eine Welt im kleinen ist.« Ref.

Simmel schrieb zum Charakterwechsel menschlicher Tauschbeziehungen weiter:

»Das Entscheidende ist, dass das Stadtleben den Kampf mit der Natur in einen Kampf um die Menschen verwandelt hat, dass der umkämpfte Gewinn hier nicht von der Natur, sondern vom Menschen gewährt wird (…) Die Notwendigkeit, die Leistung zu spezialisieren, um eine noch nicht ausgeschöpfte Erwerbsquelle, eine nicht leicht ersetzbare Funktion zu finden, drängt auf Differenzierung, Verfeinerung, Bereicherung der Bedürfnisse des Publikums, die ersichtlich zu wachsenden personalen Verschiedenheiten innerhalb dieses Publikums führen müssen.« Ref.

Eines der Ziele des Einzelnen in diesen städtischen Menschenmassen war demnach, sich vom anderen, vom Nächsten, vom Konkurrenten unterscheiden zu können. Man trat in ein Wettbewerbsverhältnis mit den Mitmenschen, was eine gewisse Rationalisierung der menschlichen Beziehungen zur Folge hatte, Gefühle, emotionale Bindungen traten in den Hintergrund. Ja, man musste sich sogar abhärten, weil sowohl die Anzahl der Kontakte als auch deren zeitliche Aufeinanderfolge zunahm. Sinnbild für diese Entwicklung war für Simmel die Mode: »Der Wechsel der Mode zeigt das Maß der Abgestumpftheit der Nervenreize an; je nervöser ein Zeitalter ist, desto rascher werden seine Moden wechseln, weil das Bedürfnis nach Unterschiedsreizen (…) mit der Erschlaffung der Nervenenergien Hand in Hand geht.«

Der sich beschleunigende Wandel – hier in der Mode – ist für Simmel ein Indiz für das allgemein-gesellschaftliche Phänomen einer zunehmenden zeitlichen Verdichtung: immer mehr, immer schneller.

Unsere innere Rhythmik fordert immer kürzere Perioden im Wechsel von Eindrücken; oder anders ausgedrückt: der Akzent der Reize rückt in steigendem Maß von ihrem substanziellen Zentrum auf ihren Anfang und ihr Ende. Dies beginnt mit den geringfügigsten Symptomen, etwa dem immer ausgedehnteren Ersatz der Zigarre durch die Zigarette, es offenbart sich an der Reisesucht, die das Leben des Jahres möglichst in mehreren kurzen Perioden, mit den starken Akzentuierungen des Abschieds und der Ankunft, schwingen lässt.

Dieses schneller werdende Leben strapazierte die Nerven offenbar immer mehr. Ohnehin wurde der Alltag in einer sich immer schneller bewegenden städtischen Umgebung zu einer großen Belastung, der der Einzelne ausgesetzt war und der er sich, um nicht in einem »gesellschaftlich-technischen Mechanismus nivelliert und verbraucht« zu werden, widerstehen musste. »Die psychologische Grundlage, auf der der Typus großstädtischer Individualitäten sich erhebt, ist die Steigerung des Nervenlebens, die aus dem raschen und ununterbrochenen Wechsel äußerer und innerer Eindrücke hervorgeht.«

Es gab Mittel und Wege, sich gegen diese Überflutung von Reizen zu wehren. Man könnte versuchen, sich beispielsweise ein Stück weit zu immunisieren und all die Eindrücke gar nicht erst ungefiltert auf sich einwirken zu lassen. Simmel nannte diese Eigenschaft die Blasiertheit. Die Metropolen als Zentren des Geldes, der Waren und des Konsums seien eigentliche »Stätten der Blasiertheit« geworden. In ihnen »gipfelt sich gewissermaßen jener Erfolg der Zusammendrängung von Menschen und Dingen auf, die das Individuum zu seiner höchsten Nervenleistung reizt; durch die bloß quantitative Steigerung der gleichen Bedingungen schlägt dieser Erfolg in sein Gegenteil um, in diese eigentümliche Anpassungserscheinung der Blasiertheit, in der die Nerven ihre letzte Möglichkeit, sich mit den Inhalten und der Form des Großstadtlebens abzufinden, darin entdecken, dass sie sich der Reaktion auf sie versagen.« Simmel meinte damit jedoch nicht eine Betäubung sämtlicher Sinne, denn »das Wesen der Blasiertheit ist die Abstumpfung gegen die Unterschiede der Dinge (…) so, dass die Bedeutung und der Wert der Unterschiede der Dinge und damit der Dinge selbst als nichtig empfunden wird.« Die Dinge wurden also keineswegs nicht empfunden, sondern als nichtig taxiert, um die Nerven zu schonen. Zerstreuung und Mode wurden zu den charakteristischen Merkmalen des Großstadtlebens, Blasiertheit war die geistige Arznei gegen die Sintflut der Sinneseindrücke. Gemäss Simmel bleibt die Gefährdung einer tatsächlichen Abstumpfung bestehen, und dies nicht nur gegenüber Genuß- sprich Konsummitteln: »Wie ein maßloses Genußleben blasiert macht, weil es die Nerven so lange zu ihren stärksten Reaktionen aufregt, bis sie schließlich überhaupt keine Reaktion mehr hergeben – so zwingen ihnen auch harmlosere Eindrücke durch die Raschheit und Gegensätzlichkeit ihres Wechsels so gewaltsame Antworten ab, reißen sie so brutal hin und her, dass sie ihre letzten Kraftreserven hergeben und (…) keine Zeit haben, neue zu sammeln.«

Das Individuum. Die äußere, ästhetische Individualisierung, die über den Konsum definiert wurde, blieb nicht folgenlos für das Innenleben des Einzelnen, sondern sie leitete in eine »im engeren Sinne geistigen Individualisierung seelischer Eigenschaften« über. »Die von den historischen Bindungen befreiten Individuen wollen sich nun auch von einander unterscheiden. Nicht mehr der ›allgemeine Mensch‹ in jedem Einzelnen, sondern gerade qualitative Einzigartigkeit und Unverwechselbarkeit sind jetzt die Träger seines Wertes.« Problematisch bei dieser Festsetzung des eigenen Lebensstils war, dass der Großstadtmensch nicht nur gleichgültig gegenüber den Waren wurde, sondern auch gegenüber seiner Umwelt. »Die geistige Reserve und Indifferenz, die geistigen Lebensbedingungen großer Kreise (werden) in ihrem Erfolg für die Unabhängigkeit des Individuums nie stärker gefühlt, als in dem dichtesten Gewühl der Großstadt, weil die körperliche Nähe und Enge die geistige Distanz erst recht anschaulich macht, es ist offenbar nur der Revers dieser Freiheit, wenn man sich unter Umständen nirgends so einsam fühlt, als eben in diesem großstädtischen Gewühl.« Indifferenz und Reserve gegenüber Mitmenschen waren die Kosten für die Erlangung einer eigenständigen Persönlichkeit. Es drohte die Vereinsamung in der Masse.

Dieses neue Empfinden des Menschen den Dingen, den Mitmenschen und sich selbst gegenüber führte – je nach mentaler und nervlicher Konstitution – zu erheblichen Belastungen. Viele Leute waren diesen mannigfaltigen Anforderungen nicht gewachsen und durchlebten nicht gekannte Wechselbäder der Gefühle. Die Hauptfigur Adam Mensch in Hermann Conradis 1889 erschienenen gleichnamigen Roman sinniert über den modernen Menschen, den er zu sein beschlossen hat. Er gibt seinen Beruf als Privatlehrer auf und verabschiedet sich somit auch von seinem bürgerlichen Leben. Adam Mensch musste »frei, ganz frei, keiner Machtsphäre unterthan,
keinem Urtheilstribunal unterworfen (…) sein.« Ref. Adam fühlt sich fortan ungebunden, muss aber mit seinen Hochs und Tiefs umzugehen lernen, seine Nervenkräfte einteilen: »Jedoch sind diese Menschen sehr oft nachdrücklichster Hochgefühle fähig, dabei alle Kräfte sich zu einheitlicher Stärke zusammenschließen – und darum 
müssen sie so oft auch die Gegenwirkung auf diesen
Aufschwung: eine allgemeine Gleichgültigkeit, eine 
schwere, blutleere Herabgestimmtheit, über sich ergehen lassen. Ist das nicht eigentlich ihr – was 
man so nennt: ihr ›Normalzustand‹?«Diese schwere, blutleere Herabgestimmtheit musste erst einmal ausgehalten werden. In einem Brief schrieb der französische Dichter Charles Baudelaire Mitte des 19. Jahrhunderts: »Wie oft habe ich mir gesagt: ›Trotz meiner Nerven, trotz des schlechten Wetters, trotz meiner Ängste, trotz meiner Gläubiger, trotz des Trübsinns der Einsamkeit, nimm dich zusammen!‹«
Zu der von Baudelaire beschriebenen Überforderung kam noch ein weiteres Übel. Mit der Beschleunigung des Lebens konnte der Geist kaum mithalten. Der Mensch konnte sich nicht so schnell verändern, wie sich beispielsweise die Mode wandelte – oder allgemein die Kultur:

Georg Simmel schreibt weiter: »Die Entwicklung der modernen Kultur charakterisiert sich durch das Übergewicht dessen, was man den objektiven Geist (objektiviertes Wissen, a.s.) nennen kann, über den subjektiven, d. h., in der Sprache wie im Recht, in der Produktionstechnik wie in der Kunst, in der Wissenschaft wie in den Gegenständen der häuslichen Umgebung ist eine Summe von Geist verkörpert, deren täglichem Wachsen die geistige Entwicklung der Subjekte nur sehr unvollständig und in immer weiterem Abstand folgt. Übersehen wir etwa die ungeheure Kultur, die sich seit 100 Jahren in Dingen und Erkenntnissen, in Institutionen und Komfort verkörpert hat, und vergleichen wir damit den Kulturfortschritt der Individuen in derselben Zeit – wenigstens in den höheren Ständen – so zeigt sich eine erschreckende Wachstumsdifferenz zwischen beiden, ja in manchen Punkten eher ein Rückgang der Kultur der Individuen in Bezug auf Geistigkeit, Zartheit, Idealismus. Diese Diskrepanz ist im Wesentlichen der Erfolg der Arbeitsteilung.«

In jener Zeit kamen die Flaneure auf, die Dandys und die Müßiggänger, die Bohèmiens. Sie bewegten sich in der Kultur- und Warenwelt und beobachteten als Außenseiter das Treiben – nach Möglichkeit – mit Genuss, wenn sie sich denn jene Portion Blasiertheit angeeignet hatten, die Simmel als unumgänglich erachtete, um nicht unterzugehen, meist aber mit Bangen, und immer am Rande des Zusammenbruchs. Der Flaneur wurde zum Sinnbild für den nachdenkenden Menschen in den Großstädten, der Flaneur setzte sich mit ästhetischen Mitteln mit den neuen Phänomenen auseinander. Charles Baudelaire wurde von Walter Benjamin zum Paradebeispiel eines solchen erkoren. Der Gegenstand seiner Lyrik ist die Stadt: »Zum ersten Male wird bei Baudelaire Paris zum Gegenstand der lyrischen Dichtung. Diese Dichtung ist keine Heimatkunst, vielmehr der Blick des Allegorikers, der die Stadt trifft, der Blick des Entfremdeten. Es ist der Blick des Flaneurs, dessen Lebensform die kommende trostlose des Großstadtmenschen noch mit einem versöhnenden Schimmer umspielt«, schreibt Benjamin im Passagen-Werk. Die Flaneure wurden zu den Beschreibern und Analytikern der Metropole. In Baudelaires Gedichten gelangen die Stimmungen, die Bilder und die Schockerlebnisse, die den Flaneur zuweilen die Monstrosität des Stadtlebens erfahren lässt, zu höchster Blüte. Als Beispiel seien hier die ersten Zeilen des Gedichtes Die sieben Greise aus Die Blumen des Bösen (Leipzig 1907) zitiert (in der alten Übersetzung von Wolf von Kalckreuth):

»Du volkdurchströmte Stadt, Stadt, wo die Träume schweben,

Wo das Gespenst uns krallt im hellsten Tagesschein!

Die Rätsel fluten rings, gleichwie die Säfte streben

Durch alle Adern, die dem Riesen Kraft verleihn.«

Der Flaneur geht »gestählter Kraft und hohen Mutes voll, / Mit meiner Seel im Streit, die schon Erschlaffung hemmte« weiter und begegnet den Greisen, deren Erscheinungen ihn psychisch erschüttern lassen. Trotzdem muss er die Kraft und die Nerven aufbringen, um diesem Schock zu widerstehen. Erschöpfung, Nerven und Schock kennzeichnen die Empfindungen des Flaneurs, aus ihnen schöpft er Kreativität. Und dies macht ihn zum Inbegriff des Modernen. »Es waren die Flaneure, die die Metropole zum Gegenstand der theoretischen Reflexion machten, den sie gezielt einsetzten, um mit den Formen der Vergangenheit zu brechen (…) die große Stadt wird zum literarischen Motiv, das Umherirren zur Förderung des kreativen Aktes (…)« Ref. Wie schwierig jedoch auch das Leben des kreativen Flaneurs werden konnte, schilderte Baudelaire gleich selbst in einem Brief vom 1. Januar 1865 an seine Mutter: »Ich bin von einer furchtbaren Krankheit befallen, die mir noch nie so zugesetzt hat wie in diesem Jahr. Damit meine ich meine Träumerei, die Depression, die Mutlosigkeit und die Unentschlossenheit.« Baudelaire spricht von einer neuen Krankheit, die das Leben in der Großstadt hervorgebracht hat. Und diese Krankheit offenbarte sich in den verschiedensten Facetten, sprich Symptomen. Man nannte sie Neurasthenie.

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Charles Baudelaire, Aufsätze zur Literatur und Kunst, München 1989

Virus

Diese und die folgenden Zahlen wurden entnommen aus: Wolfgang Köllmann, Bevölkerungsgeschichte 1800–1970, sowie: Knut Borchardt, Wirtschaftliches Wachstum und Wechsellagen 1800–1914. Beides in: Hermann Aubin/Wolfgang Zorn (Hrsg.), Handbuch der deutschen Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Stuttgart 1976

Der Pandemieplan Schweiz, in der aktuellen Fassung der Influenza-Pandemieplan Schweiz 2018, ist ein Planungsinstrument, das Strategien und Massnahmen zur Vorbereitung der Schweiz auf eine (Influenza-)Pandemie dokumentiert. Er wird von der Eidgenössischen Kommission für Pandemievorbereitung und -bewältigung (EKP) und dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) herausgegeben.

Der erste Pandemieplan für die Schweiz wurde von einer Arbeitsgruppe unter Leitung von Robert Steffen ausgearbeitet. Die Vorarbeiten wurden 1995 begonnen; der erste schweizerische Influenza-Pandemieplan wurde im Jahr 2004 veröffentlicht. Ein zentrales Anliegen sei laut Steffen dabei gewesen, dem Bund die Führung zu überlassen.

Nach den Erfahrungen in der Bewältigung der Influenza-Pandemie 2009 wurde der Schweizer Pandemieplan vollständig revidiert.

Kristian G. Andersen et al, The proximal origin of SARS-CoV-2, 

(abgerufen am 2.5.2020)

Daniel Kurz, Die Disziplinierung der Stadt, Zürich 2008

Hermann Conradi, Brutalitäten, Zürich 1886

Georg Simmel, Die Großstädte und das Geistesleben, Frankfurt/M 2006 (Orig. 1903)

Philipp Blom, Der taumelnde Kontinent, München 2011

Walter Benjamin, Das Passagenwerk, Frankfurt/M 1983

Folgende Simmel Zitate aus: Georg Simmel, Die Großstädte und das Geistesleben, Frankfurt/M 2006 (Orig. 1903), Die Mode, in: Philosophische Kultur, Leipzig 1919 (2. Aufl.)

Hermann Conradi, Adam Mensch, Leipzig 1889

Eric Hazan, Die Erfindung von Paris, Zürich 2006

Diese und die folgenden Zahlen wurden entnommen aus: Wolfgang Köllmann, Bevölkerungsgeschichte 1800–1970, sowie: Knut Borchardt, Wirtschaftliches Wachstum und Wechsellagen 1800–1914. Beides in: Hermann Aubin/Wolfgang Zorn (Hrsg.), Handbuch der deutschen Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Stuttgart 1976