Aus der Familiengeschichte: Ein wunderlicher Fund (7)

Teil 7: Eine aufsehenerregende Entdeckung
Huber kommt ins Grübeln. Ist die Adlerfibel doch echt?
Die Adlerfibel von Tieschkowitz. Unter dem mittleren Zierstein wurde ein arianisches Kreuz gefunden.

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Tja, geschätzte Leserin, geschätzter Leser, war also nichts mit dem Lottogewinn für Huber. Alles erstunken und erlogen. Die vorgelegten Beweise der beiden Herren Professoren wirkten überzeugend und stichhaltig. Huber hielt offenbar eine Fälschung in den Händen, und es war klar, dass die anderen Artefakte, die in der Schatulle waren, ebenfalls ganz oder teilweise gefälscht waren.

Oder irrten am Ende etwa die beiden Wissenschaftler?

Im nächsten Umschlag, den Huber öffnete, fand er wiederum ein Protokoll. Diesmal handelte es sich um eine Sitzung in den Räumlichkeiten des Reichsbundes für Vorgeschichte. Eine illustre Gruppe von Fachleuten hat sich zusammengefunden. Und das Thema »Adlerfibel von Tieschkowitz« ist noch nicht abgeschlossen. Der Fall sollte nochmals neu aufgerollt werden:

Reichsbund für Vorgeschichte, Matthäikirchplatz 8, Berlin W 35

Berlin, 23. Juli 1941

Betr. Adlerfibel von Tieschkowitz, Schatz von Schirak

Besprechung der Ergebnisse der Überprüfung aus der Neuuntersuchung der Fundstücke von Tieschkowitz, Gerstheim und Schirak

(nur für den internen Gebrauch)

Anwesend:

Prof. Dr. Hans Reinerth, Berlin, Reichsbund für Deutsche Vorgeschichte Reinerth

Dr. Erich Baumeister, Kunsthistoriker Wien

Dr. Balaczs Ferenci, Nationalmuseum Budapest

Prof. Dr. Heinrich Klumphahn, Reichskommissariat Kiew

Dr. Benjamin van Thoma, München

 

Reinerth: Meine Herren, der Verantwortliche der NSDAP hat mich beauftragt, die von Ihnen verfassten Gutachten der Parteikanzlei zukommen lassen. Ich bitte um kurze Stellungnahmen über Ihre zentralen Erkenntnisse, damit die hier anwesenden Kollegen über alle Ergebnisse lückenlos unterrichtet sind. Da Herr Dr. van Thoma im Gerichtsfall Lunewitz scharf angegangen worden war, hat er hier am Schluss die Möglichkeit, seine Sicht der Dinge vorzutragen. Ich bitte Sie, sich zuerst zur Tieschkowitzer Adlerfibel zu äußern. Die Stücke von Gerstheim und der Schatz von Schirak sind nicht so wichtig und werden nachher besprochen. Herr Dr. Ferenci, Sie haben das Wort.

Ferenci: Meine Untersuchung hat ergeben, dass das Originalstück harmonisch gearbeitet und ausgesprochen gelungen ist. Die Zellenkunst ist herausragend. Ungewöhnlich und etwas seltsam fand ich die übergroße Form der Scharnierkonstruktion und des Nadelhalters. Sie kommt in ungarischen und russischen Goldfibeln so nicht vor. Ungewöhnlich war für mich auch die Montierung des Perlstabes am Rande des Stückes, ausgeschlossen ist das allerdings nicht, es würde auf eine spezielle, einzigartige Machart hindeuten, die bei späteren Fibeln nicht mehr verwendet wurde. Das aus Zellen gebildete Stück lässt aber an seinem Rand genug Platz für eine Verzierung, wie das bei anderen echten Arbeiten der Fall ist. Ich konnte einwandfrei feststellen, dass hier die gewöhnliche, gute Technik der altgermanischen Goldzellenarbeit angewendet wurde. Die Reste der anhaftenden Erde sitzen so fest, wie das bei Stücken, die Jahrhunderte unbewegt im Bruch gelegen sind, vorzufinden ist. Bei Fälschungen würde die angemalte Farbe leicht abblättern. Zudem ist eine Patina festzustellen.

Die große Überraschung war aber, was sich mir enthüllte, als ich den mittleren Zierstein weggenommen hatte. Unter dem Stein machte ich eine aufsehenerregende Entdeckung, die für die weitere Forschung an solchen Fibeln wegweisend sein wird. Zudem ist diese Entdeckung für den Beweis der Echtheit der Fibel von entscheidender Bedeutung. Unsere Kenntnisse über die kulturgeschichtlichen Zusammenhänge der ganzen Denkmalgruppe werden sich dadurch vermehren. Was konnte ich nun entdecken: Erstens, der gewölbte Zierstein ist hohl. Darunter kam zweitens eine sorgfältig gearbeitete, ebenfalls gewölbte Goldplatte zum Vorschein. Darauf war drittens – und das ist eine Sensation – ein ausgeschnittenes, arianisches Kreuz angebracht. Hier habe ich die Bilder. (Ferenci verteilt Abbildungen in die Runde.) Der Stamm des Kreuzes ist 5,3 Millimeter, die anderen drei Arme sind 4,5 Millimeter lang. Das sind jene Proportionen, die die Arianer für das Kreuz festgelegt hatten, welche im ostgotischen Siedlungsgebiet ansässig waren, zum Beispiel auf der Krim, wie Sie ja sicher wissen, Herr Professor Klumphahn.

Dass solche verborgenen Glaubensbekenntnisse einer verfolgten Religionsgruppe in Adlerfibeln versteckt wurden, war bisher nicht bekannt. Die Arianer waren ja, wie Ihnen allen geläufig sein dürfte, nach dem Konzil von Nicäa als Häretiker zu betrachten. Ein Fälscher kann das alles doch gar nicht gewusst haben. Solche Feinheiten wurden in keiner kunsthistorischen oder archäologischen Schrift je erwähnt, geschweige denn abgebildet. Ein Fälscher zieht eine solche spezielle und merkwürdige, für jene Zeit aber ausgezeichnete Lösung kaum in seine Erwägungen, wenn er sich an die Arbeit setzt. Wie sollte er überhaupt auf diese Idee kommen?

Zudem meine Herren: Am Boden der Zelle ist eine feine Staubschicht zu finden, die gar nicht künstlich herzustellen ist.

Man könnte die Beweise noch vermehren, aber das Gesagte und vor allem die Entdeckung des arianischen Kreuzes sind ausreichend, um die Echtheit der Adlerfibel von Tieschkowitz für jeden Beschauer außer Zweifel zu stellen.

Reinerth: Herr Professor Klumphahn, bitte.

Klumphahn (wendet sich an Ferenci): Natürlich ist mir das mit den Arianern bekannt, Herr Kollege Ferenci (höfliches Gelächter). Massive Grundplatten aus Gold wurden während der Völkerwanderungszeit verbreitet eingesetzt, war also alles andere als ungebräuchlich. Wie der Herr Kollege bereits ausgeführt hat, ist die Verwendung des massiven Nadelhalters zwar ungewöhnlich, aber nicht völlig unmöglich. Der Kerbrand und der Perlrand fallen bezüglich Machart und Breite nicht weiter auf und sind ebenfalls üblich bei altgermanischem Schmuck. Die echten und alten Almandinen sind eigens für dieses Schmuckstück zugeschliffen worden. Wären sie aus einem anderen Objekt entnommen worden, wären ältere Schliffspuren nachzuweisen gewesen. Ebenfalls die Verwendung von mugeligen Steinen ist nicht weiter auffällig. Dass stilistische Eigenarten, die bei früheren Adlerfibeln noch nicht aufgetaucht waren, zu Tage treten, heißt noch lange nicht, dass eine Fälschung vorliegt, sondern gar, dass vielleicht eine Entwicklung eingeleitet worden ist. Auch wenn diese später nicht weiterverfolgt wurde. Die Anzahl gefundener Adlerfibeln ist ohnehin zu klein, als dass unbekannte Stilelemente zwingend auf eine Fälschung hindeuten würden. Die Fibel macht unbedingt den Eindruck der Echtheit.

Reinerth: Herr Dr. Baumeister, bitte.

Baumeister: Als ich im Juni 1938 die Fibel aufgrund von Abbildungen als falsch erklärte, stützte sich dieses Urteil weitgehend auf die grobe Ausführung des Nadelhalters und der Stege. Diese Woche hatte ich die Gelegenheit, die Fibel in den Händen zu halten. Der Eindruck ist ganz ein anderer und alles andere als grob. Die Wirkung des Originals hat mich überrascht. Da die Fibel unterdessen gereinigt worden ist, konnte ich keine weiteren Abklärungen über die Erdreste, Patina und so weiter vornehmen. Ich hatte meine Bedenken schon etwas zurückgenommen. Nachdem nun auch ich den Mittelstein herausgenommen und darunter das Goldblech mit dem Kreuzausschnitt untersucht habe, sind meine Bedenken vollständig verflogen. Ich halte das Stück für zweifelsfrei echt und schließe mich dem Urteil von Ferenci an.

Reinerth: Zum Schluss Herr Dr. van Thoma, bitte.

Van Thoma: Es stehen mein Bericht im »Germanen-Erbe«, mein Gutachten und die Gegengutachten der Herren Zobel und Neuhofen zur Debatte. Ich will mich hier auf die stilistischen Merkmale konzentrieren und mich nur am Rande zu den naturwissenschaftlichen Einwänden äußern.

  1. Zur Datierung ist zu sagen: Vorbilder von gotischen Adlerfibeln waren im südlichen und östlichen Kulturkreis zu finden. Die Darstellungen auf Schnallen hatten in jenen Regionen generell einen naturalistischen Charakter. Die Tieschkowitzer Fibel ist viel lebendiger, freier, organischer, hebt sich also vom Naturalismus ab. Ich halte sie alles andere als plump, wie ihr das Zobel vorgehalten hatte, ganz im Gegenteil, ich finde sie sogar elegant. Aber wenn man ein Objekt als Fälschung beurteilt hat, erscheint alles in einem schiefen Lichte. Spätere Fibeln wie die Cesena-Fibel und darauf Folgende wirken geometrischer. Da sich bekanntlich in der Entwicklung der südlichen Kunst bei Darstellungen natürlicher Formen eine fortschreitende Entnaturalisierung erkennen lässt, wie dass die Cesena-Fibel schön vor Augen führt, zeigt uns die Tieschkowitzer Fibel einen früheren Typus. Deshalb ist unser Exemplar um 450 Jahre nach Christus, zwischen römischen Vorbildern und ostgotischer Blütezeit, zu datieren.
  2. Dafür spricht auch die freiere Zellengestaltung. Die Einfügung runder Zellen in die senkrechten Streifen ist eine spätere Entwicklung, sie betrifft unsere Fibel noch nicht. Zobels Kritik trifft nicht zu.
  3. Die Art des Speichenrades, die von Zobel kritisiert wurde, findet sich um 400 nach Christus in den Vogeldarstellungen von Kertsch und in Südrussland, das ist also alles andere als formfremd. Professor Klumphahn wird das bestätigen können (Klumphahn nickt).
  4. Die mugeligen Steine finden sich so wie hier in anderen Fibeln nicht, jedoch bei früheren gotischen Silberblechfibeln im 4. und 5. Jahrhundert. Zum Beispiel in den Schätzen von Szilágy-Somlyó. Also ein nächster Beweis, dass die Tieschkowitzer Fibel älter ist.
  5. Auch die Verwendung des Kristalls als Auge weist auf frühere Stileigenschaften hin. Ebenfalls der Perlrand kommt schon bei den Stücken von Szilágy-Somlyó vor. Die Stege sind noch breit, sie haben sich bis ins 7. Jahrhundert fortlaufend verschmälert.
  6. Unsere Fibel zeigt einen verschwenderischen Aufwand an Gold, hat besonders große Almandinen und einen Bergkristall als Auge. Die Fibel ist außerdem größer und schwerer als andere. Über die Massivität wurde viel geschrieben und gesprochen. Aber: Wieso sollte sich ein Fälscher die Mühe machen, so viel kostspieliges Material zu gebrauchen? Er könnte es kleiner, weniger aufwendig und billiger haben, ohne sie deshalb billiger verkaufen zu müssen.
  7. Der Nadelhalter ist ebenfalls groß, das stimmt. Aber ursprünglich musste er schließlich den Stoffbausch zusammenhalten können, falls es sich nicht lediglich um eine Zierfibel handelt.
  8. Der Befund der Steine des Instituts für Edelsteinforschung besagt, dass die Almandinen hochwertig sind. Zobel und Neuhofen irren.
  9. Die Fibel wurde vom damaligen Angeklagten Lunewitz mit Zahnbürste und warmen Wasser oberflächlich gereinigt. Vielleicht ging er nicht sachgerecht vor, wer will es ihm verdenken, er ist kein Restaurator. Offenbar ist dabei eine Borste verloren gegangen und hat sich in der Kruste verfangen. Was daran zweifelhaft sein soll, bleibt mir unklar. Der Einwand von Neuhofen ist also unwesentlich.
  10. Es ist zu bezweifeln, dass der Fundort genau bestimmt werden kann, es ist also auch zu bezweifeln, dass der Schmuck in »feuchter Moorerde« gelagert gewesen sein muss. Die Echtheit eines Objektes bedingt die Echtheit des Fundortes nicht zwingend. Wurde der Fundort bei der Cesena-Fibel nachgeprüft? Nein. Vielleicht lag die Fibel in grober Erde oder zwischen Steinen und deshalb konnte Neuhofen keine Wurzelreste oder dergleichen nachweisen. Auch dieser Einwand steht auf wackeligen Füssen.
  11. Nicht erkannt wurde die Tatsache, dass sich einzelne Steine gelockert hatten und nachträglich neu befestigt worden waren. Der Schmuck wurde zum Teil restauriert, auch das vermutlich nicht sachgerecht. Vielleicht hat man auch neues Gold eingearbeitet. Wo genau hat Neuhofen keine Wurzelreste gefunden? Bei solchen Steinen, die neu befestigt worden sind, also vorher die Leerräume gereinigt wurden? Eben. Der Beweis kann zumindest angezweifelt werden. Durch die nachträgliche unsachgerechte Restaurierung können die Feilspuren erklärt werden. Schluderiges Handwerk bei der Restauration soll nicht als Beweis herhalten müssen, dass die Fibel nicht echt sei.
  12. Die Sinterkruste, die Neuhofen untersucht hat, ist in der Tat neu, sie hatte sich erst nach der ersten Reinigung gebildet. Sie besagt nichts über das Alter der Fibel.

Ich bedanke mich bei meinen Kollegen, die alle mit viel mehr Wissen und fundierteren Methoden der Wissenschaft zu Werke gegangen sind als ich, der ja eigentlich ein einfacher Privatgelehrter ist. Es freut mich, dass dieses Gremium zum Schluss kommt, dass die Tieschkowitzer Adlerfibel echt ist und die Herren Professoren Zobel und Neuhofen mit ihren Gutachten falsch liegen.

Reinerth: Die schriftlich abgegebenen Gutachten werden der Parteikanzlei NSDAP, dem Amt Rosenberg und der Oberstaatsanwaltschaft 1 in München zugeleitet. Es wird eine Wiederaufnahme des Verfahrens angestrebt. Die Gutachten stimmen voll überein. Unsere Stellungnahme wird als »Stellungnahme des Reichsbundes für Vorgeschichte zur Adlerfibel von Tieschkowitz« bezeichnet. Sie steht im Gegensatz zu den Münchener Sachverständigengutachten von Zobel und Neuhofen. Ich gehe davon aus, dass Sie mit diesem Vorgehen einverstanden sind.

Es geht weiter mit Gerstheim…

Fortsetzung hier.

Hier geht’s zu Teil 1 des Kunstskandals.

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Virus

Der Pandemieplan Schweiz, in der aktuellen Fassung der Influenza-Pandemieplan Schweiz 2018, ist ein Planungsinstrument, das Strategien und Massnahmen zur Vorbereitung der Schweiz auf eine (Influenza-)Pandemie dokumentiert. Er wird von der Eidgenössischen Kommission für Pandemievorbereitung und -bewältigung (EKP) und dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) herausgegeben.

Der erste Pandemieplan für die Schweiz wurde von einer Arbeitsgruppe unter Leitung von Robert Steffen ausgearbeitet. Die Vorarbeiten wurden 1995 begonnen; der erste schweizerische Influenza-Pandemieplan wurde im Jahr 2004 veröffentlicht. Ein zentrales Anliegen sei laut Steffen dabei gewesen, dem Bund die Führung zu überlassen.

Nach den Erfahrungen in der Bewältigung der Influenza-Pandemie 2009 wurde der Schweizer Pandemieplan vollständig revidiert.

Kristian G. Andersen et al, The proximal origin of SARS-CoV-2, 

(abgerufen am 2.5.2020)

Im Gegensatz zu den anderen Figuren, die nicht mit historischen Personen identisch, jedoch stark nachempfunden sind, gab es Hans Reinerth tatsächlich. Reinerth war Professor an der Universität Berlin und Vorsteher des »Reichsbund für Vorgeschichte«, der sich bis 1933 »Deutsche Gesellschaft für Vorgeschichte« genannt hatte. Der Reichsbund war mit der NSDAP verhängt und stand ab 1939 unter dem Patronat des »Amt Rosenberg«. Von Rosenberg selbst wurde Reinerth dafür bestimmt, Beauftragter für die »weltanschauliche Erziehung« zu werden. Später wirkte der Professor direkt im »Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg« (ERR) und er war ab 1942 zuständig für die »Sicherung« – ein Euphemismus für Raub – von Kulturgut in der Ukraine und Südrussland. Anders als etwa in Frankreich, wo der ERR gerne zeitgenössische Kunst »sicherte«, standen im Osten archäologische und historisch relevante Objekte im Vordergrund. Reinerth war eher unbeliebt in der Akademiker-Gilde und er wurde von verschiedenen Seiten scharf angegriffen. Ihm wurde vorgeworfen, dass er unbequeme Leute diffamiere und mit willkürlich erhobenen, ideologisch durchtränkten Vorwürfen belaste. Offenbar war er im persönlichen Umgang unangenehm. 1945 wurde er aus fadenscheinigen Gründen aus der NSDAP ausgeschlossen. Nach dem Krieg konnte er seine Universitätskarriere nicht fortsetzen. 1949 wurde er ebenfalls aus der Wissenschaftsgemeinde Ur- und Frühgeschichte ausgeschlossen. Er war Direktor des Pfahlbaumuseums Unteruhldingen am Bodensee. Reinerth starb 1990.